Besuche bei Untersuchungsgefangenen

Gefangenen steht in der Untersuchungshaft im Regelfall 2x im Monat für 30 Minuten Besuch zu. Ein Besuch ist nur mit einer Besuchserlaubnis möglich. Diese erteilt die ermittelnde Staatsanwaltschaft, beziehungsweise das Gericht, das den Haftbefehl erlassen hat. Mit dem Aktenzeichen des Haftbefehls wenden Sie sich an das Gericht oder die Staatsanwaltschaft und beantragen die Erteilung einer Besuchserlaubnis. Dann sollten Sie mit der JVA, in der der/die Gefangene einsitzt, telefonischen Kontakt aufnehmen und einen Besuchstermin vereinbaren.

Für den Fall von regelmäßigen Besuchen bei dem Inhaftierten empfiehlt sich der Antrag auf eine Dauerbesuchserlaubnis.

Für den Besuch in der JVA benötigen Sie ein gültiges Personaldokument (Personalausweis oder Reisepass)

Besuche werden optisch und meistens auch akustisch überwacht. Spricht der Angeklagte nicht Deutsch und ist deshalb zur Besuchsüberwachung ein Dolmetscher notwendig, hat die Staatskasse die Kosten zu tragen.

Post für Untersuchungsgefangene

Die Post Untersuchungsgefangener unterliegt der Kontrolle. Jeder Brief wird vom Richter bzw. Staatsanwalt gelesen. Wegen dieser Postkontrolle müssen Sie mit einer entsprechenden Verzögerung beim Postweg rechnen.

Auf Briefen an den Gefangenen wird als Anschrift der Name und die Adresse der Haftanstalt eingetragen.

Pakete für Inhaftierte

Gefangene dürfen im Jahr drei Pakete erhalten (Weihnachts-, Oster- und ein weiteres Paket) zu einem vom Gefangenen selbst gewählten Zeitpunkt. Hierzu erhalten die Inhaftierten eine Paketmarke, die sie an den Paketabsender übermitteln.

Weitere Informationen zum Paketverkehrs finden sich auf einem Merkblatt des Justizministeriums.

Geld für Inhaftierte

Der Besitz von Bargeld ist Gefangenen untersagt. Möglich sind aber Überweisungen auf das Konto der JVA unter Angabe von Name und Geburtsdatum des Gefangenen.